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Das Wichtigste in Kürze
- 440 Hz ist der Kammerton A4, nach dem fast alle Instrumente gestimmt werden.
- Eine Oktave höher heißt doppelte Frequenz: A4 = 440 Hz, A5 = 880 Hz, A3 = 220 Hz.
- Sinus ist der reinste Ton; Rechteck und Sägezahn klingen schärfer, weil sie Obertöne enthalten.
- Typische Einsätze: Instrument stimmen, Lautsprecher prüfen, Hörgrenze testen, Brummen finden.
So bedienst du den Tongenerator
- Frequenz wählen: Zahl eintippen oder den Regler ziehen. Der Regler ist logarithmisch, dadurch lassen sich tiefe Frequenzen genauso fein einstellen wie hohe.
- Schnellwahl: 50, 100, 432, 440, 1.000 oder 10.000 Hz per Klick, mit ÷2 und ×2 springst du eine Oktave tiefer oder höher.
- Wellenform: Sinus für einen reinen Ton, Rechteck, Dreieck oder Sägezahn für obertonreiche Töne.
- Abspielen und die Lautstärke langsam erhöhen. Die Frequenz lässt sich während des Abspielens ändern.
Wellenformen und wie sie klingen
| Wellenform | Klang | Obertöne | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|
| Sinus | rein, weich, wie eine Stimmgabel | keine | Hörtest, Messungen, Stimmen |
| Dreieck | weich, leicht flötenartig | nur ungerade, schnell leiser | Synthesizer, sanfte Töne |
| Rechteck | hohl, klarinettenartig, „8-Bit“ | nur ungerade, kräftig | Retro-Klänge, Lautsprecher-Prüfung |
| Sägezahn | scharf, brillant, wie Streicher oder Blech | alle | Synthesizer, Bezugston zum Stimmen |
Frequenzen und Noten
Jeder Ton hat eine feste Frequenz. Ausgangspunkt ist der Kammerton A4 mit 440 Hz. Ein Halbton höher ist die Frequenz um den Faktor 1,0595 größer, eine Oktave (12 Halbtöne) genau doppelt so groß. Der Tongenerator zeigt neben der Frequenz den nächstliegenden Ton und die Abweichung in Cent an. Ein Halbton hat 100 Cent.
| Ton | Frequenz | Ton | Frequenz |
|---|---|---|---|
| C4 (eingestrichenes c) | 261,6 Hz | G4 | 392,0 Hz |
| D4 | 293,7 Hz | A4 (Kammerton) | 440,0 Hz |
| E4 | 329,6 Hz | H4 | 493,9 Hz |
| F4 | 349,2 Hz | C5 | 523,3 Hz |
432 Hz oder 440 Hz?
Manche Musiker stimmen auf A = 432 Hz und beschreiben den Klang als wärmer und ruhiger. 432 Hz liegt etwa 32 Cent unter 440 Hz, also ein Drittel eines Halbtons tiefer. Wissenschaftlich belegte gesundheitliche Wirkungen gibt es dafür nicht; die vorhandenen Studien sind klein und ohne klares Ergebnis. Seit 1939 gilt international 440 Hz als Standard, viele Orchester stimmen heute etwas höher auf 442 oder 443 Hz. Mit den Knöpfen 432 und 440 hörst du den Unterschied direkt hintereinander.
Wofür man einen Tongenerator braucht
- Instrument stimmen: 440 Hz abspielen und nach Gehör stimmen, bis keine Schwebung mehr hörbar ist. Für Saiteninstrumente ist das Stimmgerät bequemer.
- Hörgrenze testen: 10.000 Hz abspielen und mit ×2 oder dem Regler langsam höher gehen, bis du nichts mehr hörst. Das ersetzt keinen Hörtest beim Arzt, zeigt aber grob die obere Grenze.
- Lautsprecher und Raum prüfen: Tiefe Sinustöne zwischen 30 und 100 Hz machen Dröhnfrequenzen im Raum hörbar. Für Links/Rechts und Phase gibt es den Lautsprecher-Test.
- Brummen finden: Ein Netzbrummen liegt in Deutschland bei 50 Hz oder 100 Hz. Spielst du 50 Hz leise ab und das Brummen wird mal lauter, mal leiser, hast du die Frequenz gefunden.
- Tinnitus-Frequenz eingrenzen: Manche Betroffene suchen die Frequenz ihres Ohrgeräuschs, um sie dem Arzt zu beschreiben. Bitte sehr leise und kurz.
Gehör schützen: Laute Dauertöne strengen das Ohr mehr an als Musik. Spiele Töne leise und nicht länger als nötig, besonders mit Kopfhörern.
Häufige Fragen
Welche Frequenz hat der Kammerton?
A4 hat 440 Hz. Das ist seit 1939 der internationale Standard, auch nach ISO 16. Orchester stimmen oft auf 442 bis 443 Hz.
Warum höre ich hohe Frequenzen nicht?
Die obere Hörgrenze sinkt mit dem Alter. Mit 20 hören viele noch bis etwa 18 kHz, mit 50 oft nur noch bis 12 bis 14 kHz. Auch kleine Lautsprecher geben sehr hohe Töne schwach wieder.
Warum klingt der Ton auf dem Handy so leise bei 50 Hz?
Handy- und Laptop-Lautsprecher sind zu klein für tiefe Töne. Unter etwa 150 Hz geben sie kaum etwas wieder. Mit Kopfhörern hörst du tiefe Töne deutlich besser.
Ist 432 Hz gesünder?
Dafür gibt es keinen belastbaren wissenschaftlichen Beleg. Ob dir der etwas tiefere Klang besser gefällt, kannst du hier direkt vergleichen.
Quellen
- Wikipedia: Kammerton – https://de.wikipedia.org/wiki/Kammerton (abgerufen 26.10.2026)
- Wikipedia: Frequenzen der gleichstufigen Stimmung – https://de.wikipedia.org/wiki/Frequenzen_der_gleichstufigen_Stimmung (abgerufen 26.10.2026)
- Wikipedia: Grundschwingung und Obertöne – https://de.wikipedia.org/wiki/Oberton (abgerufen 26.10.2026)
- MDN: OscillatorNode – https://developer.mozilla.org/de/docs/Web/API/OscillatorNode (abgerufen 26.10.2026)
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