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Dezibel messen – Lautstärke im Browser

Messung starten, Mikrofon erlauben – du siehst sofort, wie laut es ist, und wie das im Vergleich zu Gespräch, Straßenverkehr oder Konzert einzuordnen ist.

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Lautstärke messen in dB

–dB(A)*

Start drücken und Mikrofon erlauben

Kalibrieren (für genauere Werte)

Halte ein geeichtes Messgerät oder eine Schallpegel-App mit bekanntem Wert neben das Mikrofon und ändere den Versatz, bis beide gleich anzeigen. Der Wert wird auf deinem Gerät gemerkt.

* Schätzung: Browser-Mikrofone sind nicht geeicht. Für Arbeitsschutz oder Lärmklagen brauchst du ein geeichtes Messgerät der Klasse 1 oder 2.

Geprüft am 26.10.2026Lesezeit 3 Minuten4 Quellen
Inhalt dieser Seite
  1. So misst du die Lautstärke
  2. Lärmtabelle: Wie laut ist was?
  3. Dezibel verstehen: Warum +3 dB so viel ist
  4. Was heißt dB(A)?
  5. Wie genau ist eine Messung mit dem Handy?
  6. Für Musiker: Proberaum und Konzert
  7. Häufige Fragen

Alle Werkzeuge laufen direkt in deinem Browser. Ton aus dem Mikrofon wird nur auf deinem Gerät ausgewertet, nichts wird hochgeladen oder gespeichert. Die Seite ist kostenlos und finanziert sich über gekennzeichnete Werbung. Wie wir arbeiten

Das Wichtigste in Kürze

  • Normales Gespräch: etwa 60 dB, Straßenverkehr: 70–80 dB, Disco und Live-Musik: 95–110 dB.
  • Ab 85 dB(A) über mehrere Stunden am Tag drohen bleibende Hörschäden, Gehörschutz tragen.
  • +10 dB empfindet man etwa als doppelt so laut; +3 dB ist schon doppelte Schallenergie.
  • Handy- und Laptop-Mikrofone sind nicht geeicht: gut für Vergleiche, nicht für Gutachten.

So misst du die Lautstärke

  1. Messung starten und das Mikrofon erlauben. Lege das Gerät frei hin, mit dem Mikrofon zur Schallquelle. Nicht in der Hand halten und nicht abdecken.
  2. Werte ablesen: Die große Zahl ist der aktuelle Pegel. Darunter siehst du Minimum, Mittelwert (Leq) und Maximum seit dem Start, dazu den Verlauf. Die rote Linie markiert 85 dB.
  3. Zurücksetzen, wenn du einen neuen Ort oder eine neue Situation messen willst.
  4. Kalibrieren (optional): Hast du ein Messgerät oder eine geprüfte App, stelle den Versatz so ein, dass beide gleich anzeigen.

Für Vergleiche immer dasselbe Gerät am selben Platz nutzen. Dann sind die Unterschiede zuverlässig, auch wenn der absolute Wert um einige dB danebenliegt.

Lärmtabelle: Wie laut ist was?

PegelBeispielEinordnung
0 dBHörschwellegerade hörbar
20–30 dBBlätterrauschen, Flüsternsehr leise
35 dBruhiges Schlafzimmer nachtsleise
50 dBKühlschrank, leise Unterhaltungruhig
60 dBnormales Gesprächnormal
70 dBStaubsauger, Großraumbürolaut
80 dBHauptstraße, Föhnsehr laut
85 dBGrenze für Gehörschutz-Pflicht am ArbeitsplatzGehör gefährdet bei Dauer
90–100 dBRasenmäher, Schlagzeug im Proberaum, Discoschädlich bei Dauer
110 dBLive-Konzert vorne, Kettensägeschon Minuten schaden
120–130 dBPresslufthammer nah, DüsenjetSchmerzgrenze

Die Werte sind typische Spannen, gemessen in einigen Metern Abstand. Der Abstand zählt: Verdoppelt sich der Abstand zu einer kleinen Schallquelle im Freien, sinkt der Pegel um etwa 6 dB.

Dezibel verstehen: Warum +3 dB so viel ist

Dezibel ist eine logarithmische Einheit. Das heißt, die Zahlen wachsen nicht gleichmäßig:

  • +3 dB bedeuten doppelte Schallenergie. Zwei gleich laute Rasenmäher sind zusammen 3 dB lauter als einer.
  • +6 dB bedeuten doppelten Schalldruck. Das misst ein Mikrofon.
  • +10 dB hören wir ungefähr als doppelt so laut. 70 dB wirken also etwa doppelt so laut wie 60 dB.

Für das Gehör gilt deshalb auch: 3 dB mehr halbieren die Zeit, die man unbedenklich zuhören kann. Acht Stunden bei 85 dB belasten das Ohr ähnlich wie vier Stunden bei 88 dB oder eine knappe Stunde bei 94 dB.

Was heißt dB(A)?

Unser Ohr hört tiefe und sehr hohe Töne leiser als mittlere. Die A-Bewertung bildet das nach und zählt tiefe Töne weniger stark. Fast alle Lärmgrenzwerte, etwa am Arbeitsplatz oder für Nachbarschaftslärm, sind in dB(A) angegeben. Dieser Messer nähert die A-Bewertung mit einfachen Filtern an. Ein Bass, der die Wand vibrieren lässt, zeigt hier deshalb weniger an, als er sich anfühlt.

Wie genau ist eine Messung mit dem Handy?

Ehrlich gesagt: ungenau im absoluten Wert, gut im Vergleich. Webbrowser liefern nur das Signal relativ zur Vollaussteuerung des Mikrofons. Wie viel Dezibel Schalldruck das sind, hängt vom eingebauten Mikrofon ab und schwankt zwischen Geräten um 5 bis 10 dB. Der voreingestellte Versatz passt für viele Handys und Laptops. Sehr laute Pegel über etwa 100 dB kann ein Handy-Mikrofon oft gar nicht mehr sauber aufnehmen; es begrenzt.

Für Streit mit dem Nachbarn, den Vermieter oder den Arbeitsschutz zählt nur eine Messung mit geeichtem Schallpegelmesser der Klasse 1 oder 2, am besten von einem Sachverständigen. Ein Lärmprotokoll mit Uhrzeit, Dauer und Art des Lärms hilft trotzdem, um das Problem sachlich zu beschreiben.

Für Musiker: Proberaum und Konzert

Ein Schlagzeug erreicht im Proberaum schnell 100 bis 110 dB. Wer mehrmals pro Woche probt, sollte Gehörschutz tragen. Gute Musiker-Gehörschützer dämpfen alle Frequenzen gleichmäßig um 15 bis 25 dB, sodass die Band noch natürlich klingt. Mit dem Messer siehst du, wie stark sich der Pegel ändert, wenn ihr die Verstärker leiser dreht oder Dämmmaterial aufhängt. Mehr zur Akustik im Raum steht unter Raumakustik messen.

Häufige Fragen

Brauche ich eine App, um Dezibel zu messen?

Nein. Dieser Messer läuft im Browser auf Handy, Tablet und Laptop. Apps können genauer sein, wenn sie für dein Handymodell kalibriert sind.

Ab wie viel Dezibel ist Lärm schädlich?

Ab etwa 85 dB(A) bei täglicher Dauer über Stunden. Sehr laute Pegel ab 110 dB können schon nach Minuten schaden. Kurze Knalle über 135 dB können sofort bleibende Schäden verursachen.

Wie laut darf der Nachbar sein?

Feste Dezibel-Grenzen für Wohnungen gibt es selten. Es gelten Ruhezeiten aus Hausordnung und Landesrecht, meist 22 bis 6 Uhr. Für Streitfälle zählt eine Messung mit geeichtem Gerät.

Warum zeigt mein Handy weniger an als erwartet?

Viele Handys senken Pegel automatisch ab oder filtern tiefe Töne. Der Messer schaltet diese Filter aus, soweit der Browser es erlaubt. Über die Kalibrierung gleichst du den Rest aus.

Quellen

  1. Wikipedia: Schalldruckpegel – https://de.wikipedia.org/wiki/Schalldruckpegel (abgerufen 26.10.2026)
  2. Wikipedia: Frequenzbewertung (A-Bewertung) – https://de.wikipedia.org/wiki/Frequenzbewertung (abgerufen 26.10.2026)
  3. Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung (LärmVibrationsArbSchV) – https://www.gesetze-im-internet.de/l_rmvibrationsarbschv/ (abgerufen 26.10.2026)
  4. Wikipedia: Lärmschwerhörigkeit – https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%A4rmschwerh%C3%B6rigkeit (abgerufen 26.10.2026)
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